Transparenz ist ein Grundrecht. Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) garantiert Ihnen das Recht zu erfahren, welche Daten über Sie gespeichert werden. In diesem Artikel erklären wir Ihnen detailliert, welche Informationen die SCHUFA sammelt, wie lange sie gespeichert werden und wie Sie Ihre Daten einsehen können.

Welche Daten speichert die SCHUFA?

Die SCHUFA speichert verschiedene Kategorien von Daten. Nicht alle Informationen sind negativ - viele Einträge dokumentieren schlicht Ihre Geschäftsbeziehungen.

Personenbezogene Stammdaten

Zu den grundlegenden Informationen gehören:

Was die SCHUFA NICHT speichert

Entgegen weitverbreiteter Annahmen speichert die SCHUFA keine Informationen über: Einkommen, Vermögen, Beruf, Arbeitgeber, Familienstand, Nationalität oder Religionszugehörigkeit.

Positive Vertragsdaten

Positive Daten dokumentieren vertragsgemäßes Verhalten:

Negative Merkmale

Negative Einträge entstehen bei Zahlungsstörungen oder anderen Problemen:

Speicherfristen: Wie lange bleiben Daten gespeichert?

Die SCHUFA speichert Daten nicht unbegrenzt. Es gelten unterschiedliche Löschfristen:

Positive Daten

Negative Daten

Wichtig: Die 3-Jahres-Frist beginnt erst mit dem Ende des Kalenderjahres, in dem das Ereignis eingetreten ist. Ein Eintrag vom März 2024 wird daher frühestens am 31.12.2027 gelöscht.

Ihr Recht auf Auskunft

Nach Art. 15 DSGVO haben Sie das Recht, einmal pro Jahr kostenlos eine Datenkopie bei der SCHUFA anzufordern. Diese enthält:

So fordern Sie Ihre Datenkopie an

  1. Besuchen Sie die SCHUFA-Website unter meineschufa.de
  2. Wählen Sie "Datenkopie (nach Art. 15 DS-GVO)"
  3. Füllen Sie das Online-Formular aus
  4. Senden Sie eine Kopie Ihres Ausweises mit
  5. Die Datenkopie wird Ihnen per Post zugestellt

Tipp: Fordern Sie Ihre Datenkopie regelmäßig an, um fehlerhafte Einträge frühzeitig zu erkennen und korrigieren zu lassen.

Fehlerhafte Einträge korrigieren

Wenn Sie in Ihrer Datenkopie fehlerhafte Informationen entdecken, haben Sie das Recht auf Berichtigung:

Schritt 1: Fehler dokumentieren

Sammeln Sie Belege, die den Fehler nachweisen (z.B. Zahlungsbelege, Kontoauszüge, Vertragsunterlagen).

Schritt 2: Unternehmen kontaktieren

Wenden Sie sich zunächst an das Unternehmen, das die fehlerhaften Daten gemeldet hat. Dieses ist verpflichtet, die Korrektur bei der SCHUFA zu veranlassen.

Schritt 3: SCHUFA informieren

Informieren Sie parallel die SCHUFA über den Fehler. Die SCHUFA wird den Sachverhalt prüfen und gegebenenfalls korrigieren.

Der Unterschied: Datenkopie vs. BonitätsCheck

Die kostenlose Datenkopie und der SCHUFA-BonitätsCheck sind zwei verschiedene Dokumente:

Kostenlose Datenkopie

SCHUFA-BonitätsCheck

Fazit

Informieren Sie sich über Ihre SCHUFA-Daten und nutzen Sie Ihr Recht auf Auskunft. Regelmäßige Kontrolle hilft Ihnen, Fehler zu entdecken und Ihre Bonität im Blick zu behalten.

Für die Wohnungssuche empfiehlt sich der SCHUFA-BonitätsCheck, der nur die relevanten Informationen zeigt und Ihre Privatsphäre schützt.

Weisen Sie Ihre Bonität nach

Der SCHUFA-BonitätsCheck zeigt nur die für Vermieter relevanten Daten - Ihre Privatsphäre bleibt geschützt.

SCHUFA-BonitätsCheck bestellen